Der Raspberry Pi ist ein kleiner Einplatinencomputer, der von der britischen Raspberry Pi Foundation entwickelt und bereits über 30 Millionen Mal verkauft wurde.
Durch den niedrigen Verkaufspreis, die Open Source Software, das große Angebot an Zubehör und viele Millionen Nutzer, die ihre Projekte kostenlos online stellen, wächst die Nachfrage stetig.
Da der Raspberry Pi ohne Gehäuse verkauft wird, muss dieses extra erworben werden. Fast alle werden in Asien und aus Kunststoff gefertigt.
Neben der unökologischen Produktionsweise kommt der lange Transportweg hinzu.

Hier kommt das Gehäuse „pius“ ins Spiel. Hergestellt aus 100% recyceltem Karton und ohne Klebepunkte, lässt sich das Gehäuse dank der einfachen Falttechnik flach, effizient und kostengünstig verschicken und kann zuhause direkt zusammengefaltet werden. Dadurch wird zudem eine bessere Luftzirkulation erreicht, was die Wärmeabfuhr verbessert.

„pius“ ist aber nicht nur nachhaltig, sondern berücksichtigt auch die Wünsche vieler User, die oft die schlechte Erreichbarkeit einiger Schnittstellen oder die schwierige Entnahme des Minicomputers bemängeln.
Außerdem lässt sich die Vollkartonage auf verschiedenste Weise ökologisch gestalten oder bedrucken, sodass zahlreiche Designs möglich sind. Ob unbedruckt zur freien Gestaltung oder ganz individuelle Motive, alles ist möglich. Beim Standartdesign werden die verschiedenen Komponenten mit ihren Spezifikationen dargestellt, was für viele Projekte eine hohe Relevanz hat.

Der technische Fortschritt geschieht permanent. So lag die Nutzungsdauer von Notebooks 2012 bei 5,1 Jahren, Tendenz sinkend. Das ist nicht gerade erfreulich, aber unter diesem Aspekt muss das Gehäuse eines Raspberry Pis eben keine mehrere hundert Jahre halten. Das Gehäuse aus robuster Pappe hält bei einer normalen Anwendung aber allemal mindestens 5 Jahre.

bald erhältlich

Der Vorteil von (recycelter) Pappe liegt auf der Hand. Der Stoffkreislauf bei der Wiederverwertung ist nahezu geschlossen, somit wird in der Produktion fast nur auf bereits verwendete Ressourcen zurückgegriffen. Vollpappe ist zudem sehr leicht und trotzdem stabil; und das bei einem niedrigen Materialvolumen. Sie hält einer hohen Luftfeuchtigkeit stand und ist erst ab ca. 200°C entflammbar.
Des Weiteren ist die Herstellung von Pappe relativ einfach und kann somit lokal produziert, als auch wiederverwertet werden. So wird die lokale Unternehmenskultur gestärkt und weite Transportwege entfallen. Außerdem ist durch die einfache Falttechnik ein effizienter Versand mit handelsüblichen A4-Versandtaschen möglich. Die Sortenreinheit von „pius“ vereinfach nicht nur die Herstellung, sondern ermöglicht auch die komplette Zurückführung in den Stoffkreislauf.

Bei den verschiedenen Designs wird die Pappe mit „grüner“ Tinte bedruckt, die aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen besteht und sowohl in der Produktion als auch beim Recycling einen geringeren ökologischen Rucksack als herkömmliche Tinte aufweist.

Die Intention der Raspberry Pi Foundation war es jungen Menschen den Erwerb von Programmier- und Hardware-Kenntnissen zu erleichtern. Mittlerweile ist der kleine Computer aber viel mehr als das.
Zu finden in Bildungseinrichtungen, bei Technikinteressierten, Forschern, Neugierigen und großen Firmen – weltweit.

Besonders die individuelle Gestaltung von „pius“ ist nicht nur für Schulen von Vorteil.
Es ist zudem gut denkbar, dass die Gehäuse auch in die Unterrichtseinheit mit eingebunden und mit einer Lerneinheit verknüpft werden können.
Die meisten privaten Raspberry Pi Nutzer sind offen für Neues und schätzen die Innovation. Der einzigartige Mehrwert von „pius“ kann zugleich als Schnittstelle für eine Sensibilisierung zum Thema der Nachhaltigkeit werden. Das kann zum einen allein durch das Konzept von „pius“ entstehen, aber auch indem ein Umdenken durch weitere Informationen, Aktionen und Kooperationen geschaffen wird.

Zudem soll es bei einem Pappgehäuse nicht bleiben, denn es sind weitere ähnliche Produkte geplant, die hoffentlich mehr und mehr die Kunststoffverpackungen ablösen. Weiter gedacht bedeutet das auch, dass die Reparierbarkeit und die Trennung von Materialen vereinfach wird.