




Dass man die bestehenden (Licht-) Strukturen nicht von einem Tag auf den anderen beseitigen kann und auch die Beleuchtung durchaus ihren Sinn hat, ist verständlich. Was aber möglich ist, ist dem kahlen Laternenpfahl einen Mehrwert zu verpassen. Die Straßenlaterne wird in die Gesellschaft involviert und hilft dabei, die Bürgerinnen und Bürger mehr in das Stadtgeschehen zu integrieren. Bücherschränke, Kleiderhaken und Tauschkörbe, die sich einfach an dem Laternenmast anbringen lassen, schaffen einen sozialen Ort der Zusammenkunft und des Austausches.
Sei es das übrig gebliebene Obst nach dem Markt am Wilhelmplatz, das ansonsten auf dem Boden landet, die gefundene Sonnenbrille auf der Straße, oder die Basilikumpflanze. Der Tauschkorb schafft eine Teilhabe der (Stadt-) Bewohner und hilft, auch ausrangierten Gegenständigen ein neues Zuhause zu bieten.
Die Bücherorte an den Laternen ergänzen die bekannten und bereits etablierten Bücherschränke. Jeder kann hier Bücher ablegen und entnehmen. Zusätzlich sollen hier auch verschiedene kostenfreie Aufklärungsmaterialien Platz finden. Der Schrank ist zu allen Seiten geschützt vor Wind und Wetter und lässt sich durch eine durchsichtige Schiebetür öffnen. Auf der Rückseite lassen sich unterschiedliche Zeitschriften und Magazine tauschen.
Informationsschilder klären über ökologische Themen und deren Wichtigkeit und Mehrwert auf. Sie dienen zudem als eine Art Berichterstattung für den vor Ort stattfindenden urbanen Wandel.